Apfelrezepte, getestet durch Olivia

Hundert Tonnen Äpfel. Hundert Tonnen Äpfel wurden diesen Herbst von GARTENGOLD geerntet. Viele davon Äpfel, die sonst hängengeblieben, gefroren, heruntergefallen, verfault wären. Mit hundert Tonnen Äpfel kann man aber ganz schön viel machen; zum Beispiel einen leckeren Apfelsaft. In jenem von GARTENGOLD stecken unzählige verschiedene Sorten. Manche davon sind uralt, werden nicht mehr angebaut und sind deshalb sehr selten. Wahre Schätze eben. Wie schade, wenn diese jetzt alle unter dem Schnee begraben wären.

Um den Foodwaste zu bekämpfen, musst Du aber nicht hundert Tonnen Äpfel retten. Nein, es reicht schon, wenn Du im eigenen Haushalt beginnst. Wie man das anstellen kann, und was man machen kann, sollten doch mal Unmengen an Äpfel vom Himmel runterfallen, habe ich ausprobiert.

Food Waste

Im Garten meiner Eltern steht ein Apfelbaum, den ich als kleines Kind zur Taufe bekommen habe. (An dieser Stelle: Danke Gotti für das fruchttragende Geschenk.) Wir erfreuen uns jedes Jahr über die Äpfel und können sie kaum alle selbst essen. Manche sind von Würmern befallen oder verlieren nach einigen Wochen ihren Biss. Kein Grund, sie wegzuwerfen!

Ich begab mich auf die Suche nach Apfelrezepten. Als erstes fragte ich natürlich mein Grosi, was es aus ihrer Küche so gibt. Ihre Antwort war verblüffend: «Wötsches ned eifach google?» 😊 Ja, Grosis haben eben immer die besten Ideen. Ich habe also gegoogelt und schlüpfte kurz darauf mal eben raus aus der Haut einer pastakochenden Studentin und rein in eine Kochschürze. Unten kannst du lesen, was dabei rauskam.

Food Waste

Goldmedaillenträger: Apfelrisotto

Risotto ist immer ein beliebtes Gericht zum Resteverwerten. Warum nicht auch mit Äpfeln? Es ist ganz einfach:

  1. Zwiebeln und Risotto andünsten, mit GARTENGOLD-Cider ablöschen
  2. GARTENGOLD-Apfelsaft und Wasser zu gleichen Teilen mischen und portionsweise in den Topf geben, den Reis darin kochen
  3. Gegen den Schluss kleingeschnittene Äpfel daruntermischen und würzen
  4. Ich habe noch Käse und Speckwürfeli daruntergemischt. Für die vegane Variante kann man das allerdings gut weglassen.

Fazit: Ich glaube, ich kann Risotto nie mehr anders essen! So seltsam es auch klingen mag, Reis in Apfelsaft zu kochen, für dieses Geschmackserlebnis lohnt es sich allemal. Die Speckwürfeli gaben dazu eine super Würze. So beeindruckt wie meine zwei Gäste war noch nie jemand, der bei mir zum Essen kam…

😉 Unbedingt ausprobieren!

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Klingt besser als es schmeckt: Apfel-Haferflocken-Guetzli

Zimmetstern, hani gern, Mailänderli au! Weihnachtszeit ist Guetzlizeit! Und auch das geht mit Äpfeln. So habe ich das gemacht:

  1. 90g Haferflocken und 50g Mehl, 35g Zucker, 1TL Backpulver und 2TL Zimt mischen
  2. Einen Apfel raffeln und mit 1dl Nature- oder Apfeljoghurt unter die Haferflockenmasse mischen
  3. GARTENGOLD-Apfelsaft dazufügen, bis der Teig gut zusammenhaftet
  4. Mit zwei Löffeln kleine Teighäufchen auf ein Backpapier geben und bei 200°C backen, bis die Guetzli goldbraun sind (ca. 20 Minuten)

Fazit: Einfaches und schnelles Rezept mit Zutaten, die man immer zu Hause hat. War aber nicht gerade eine Geschmacksexplosion. Vom Begriff «Guetzli» erwartet man irgendwie etwas Süsses mit Biss. Dennoch stellten sie sich als beliebte Energiespender während Vorlesungen heraus. Vielleicht müsste man sie Apfel-Haferflocken-Snacks nennen, dann wären die Erwartungen anders… 😊

Food Waste Guetsli Gebäck aus Food Waste

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Schmeckt besser als es klingt & aussieht: Vogelheu

Das ultimative Schweizer Rezept gegen Foodwaste kennt jeder: Fotzelschnitte. Vogelheu ist, um es in Neudeutsch zu sagen, die «extended version» davon. So geht’s:

  1. Altes Brot in kleine Stücke schneiden und mit Butter anbraten
  2. Apfelstücke, Eier und Milch nach Belieben dazufügen und stocken lassen
  3. Etwas Zimt und Zucker drüberstreuen

Fazit: Mmmh, eine grossartige Art, altes Brot loszuwerden. Wer noch mehr Apfel will, kann noch Apfelmus dazu servieren. Optisch wird dich das Vogelheu vielleicht nicht auf Anhieb überzeugen, aber der Geruch, der ist himmlisch! Ich wünschte, ich könnte ihn mit dir teilen. Am besten probierst du es selbst aus, wenn du nächstes Mal Äpfel und Brot retten und etwas Gutes für die Umwelt und deinen Gaumen machen willst.

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Dreifach leicht: Apfelchips

Nein, das sind keine Öpfelringli, aber fast. Wem Kartoffelchips zu ungesund sind, kann sich ganz einfach aus ein paar Äpfeln knusprige Apfelchips backen. Sie sind in jeder Hinsicht leicht:

  1. Äpfel in dünne Scheiben schneiden und auf einem Backpapier auslegen
  2. Zimt und nach Belieben Puderzucker drüberstreuen
  3. Für ca. 2h bei 100°C im Backofen trocknen (nach einer Stunde wenden)

Fazit: Sie sind knusprig, süss, sehen super aus und sind auch noch gesund! Was will man mehr? Der Puderzucker wäre nicht wirklich nötig gewesen und der Zimt trägt zum Geschmack nicht viel bei. Dafür aber zur Ästhetik. Ein leichtes Rezept, ein leichter Snack, ein leichtes Säckli zum Verschenken.

Idee gegen Food Waste Idee gegen Food Waste

Food Waste

 Konzentriert und zuckersüss: Apfelbutter

Nudeln brauchen etwa 7 Minuten, Reis schon 15. Und Apfelbutter? Apfelbutter braucht 4 Stunden. Hinzu kommt, dass man beim Kochen zuschauen muss, wie das Ergebnis immer weiter in sich zusammenschrumpft. Trotzdem zahlt es sich aus. So wird’s gemacht:

  1. Alle restlichen Äpfel in kleine Stücke schneiden und mit etwas GARTENGOLD-Apfelsaft in einem grossen Topf anbraten
  2. Die weichen Äpfel pürieren und zurück auf den Herd stellen
  3. Zimtstangen, Nelken, Anis oder Vanilleschote in den Topf geben
  4. Auf tiefster Stufe vor sich hin köcheln lassen, immer wieder umrühren, bis sich das Mus auf etwa 1/3 reduziert hat
  5. Gewürze rausnehmen und die Butter in Gläser abfüllen

Fazit: Die Geduld hat sich gelohnt! Obwohl ich eine grössere Menge erwartet hätte, bin ich sehr glücklich mit der Apfelbutter. Ohne jeglichen Zuckerzusatz ersetzt sie wunderbar jede Konfitüre und eignet sich hervorragend als Weihnachtsgeschenk.

 Rezeptidee Food Waste Food Waste Rezept

Nun sind auch alle meine übriggebliebenen Äpfel gut verwertet. Meine Erkenntnis: Mit ein wenig Zeit und Kreativität kann man so viel Foodwaste vermeiden. Und so viel Gutes machen! Mein Apfelbaum ist nicht der einzige, der gerettet wurde.

GARTENGOLD hat dieses Jahr 700 ansonsten ungenutzte Hochstamm-Apfelbäume aus Privatgärten abgeerntet. Einige davon würden sonst früher oder später gerodet. Damit haben wir nicht nur Menschen mit Behinderung eine erfüllende Beschäftigung gegeben, Baumbesitzern viel mühsame Arbeit erspart, zum natürlichen Landschaftsbild beigetragen und einen erstklassigen Apfelsaft produziert, sondern auch ein klares Zeichen gegen Foodwaste gesetzt. Wir gehen nächstes Jahr wieder auf Gartentour.

Food Waste

Jetzt bist du dran! Probiere aus, verwerte Reste und erfreue dabei Portemonnaie, Magen und Umwelt. Oder hast du eigene alte oder neue Apfel-Ideen? Poste diese auf unserer Facebook-Seite oder Instagram. #NoApfelFoodWaste