Eindrücke aus einer GARTENGOLD-Apfelernte

Gerade eben ging ich noch einer vielbefahrenen Hauptstrasse entlang, schon stehe ich in einem riesigen, ruhigen Garten, in dem etwa ein Dutzend Bäume wertvollen Schatten spenden. Die Sonne hat den Wolken soeben ihren Platz streitig gemacht und verwöhnt uns an diesem Montagmittag mit spätsommerlicher Wärme. Kurz nach meiner Ankunft fährt auch schon der Transporter der Valida zum Hof und Manfred, der die Ernte koordiniert, steigt mit seinen drei Helfern aus.

GARTENGOLD Ernte

Normalerweise ist sein Team drei Mal grösser, aber wegen der besonders reichen Ernte mussten sie sich heute aufteilen. «Jungs, heute müssen wir Gas geben!», motiviert er und stattet sie mit Eimern und Handschuhen aus. In dem Garten gibt es sieben Apfelbäume verschiedener Sorten abzuernten, eine wahre Goldmine.

Die sogenannten «Chief Ernte Officers» (kurz CEOs) beginnen schonmal, die heruntergefallenen Äpfel aufzulesen. Jeder Apfel wird sorgfältig inspiziert und, wenn für gut befunden, in den Eimer geworfen. Die faulen Äpfel sammeln wir neben dem Baumstamm. Sobald der Boden frei ist, legen wir eine grosse Blache unter den Baum und Manfred beginnt, mit einem langen Haken die Äpfel von den Bäumen zu schütteln. Schon nach seiner ersten Bewegung beginnen die Äpfel in Unmengen auf die Blache zu prasseln.

Der dumpfe Ton der landenden Früchte hört sich an wie dicke Regentropfen an der Fensterscheibe, der Geruch des frischen Obsts steigt uns in die Nase. Das ist mal ein Goldregen, der es gut mit uns meint. Die Becken und Körbe sind schon nach dem ersten Baum bis an den Rand gefüllt und zu zweit tragen wir sie zum Anhänger.

Ich nutze die Gelegenheit, etwas mehr über den Alltag der Mitarbeiter zu erfahren. Beim Verein Valida kriegen Menschen mit einer Behinderung die Möglichkeit, zu wohnen, zu arbeiten und eine Ausbildung zu absolvieren. Die drei Erntehelfer, die ich heute kennenlernen darf, arbeiten in verschiedenen Bereichen wie der Schreinerei oder der Spedition. Sie geniessen es aber, im Herbst dank der GARTENGOLD-Ernte ein paar Tage draussen zu verbringen und etwas Abwechslung zu haben. «Sie reissen sich sogar darum!», lacht Manfred, als er mir erzählt, wie er seine «CEOs» rekrutiert.

Dieses Jahr gäbe es einiges zu tun, denn die Ernte sei so reich wie schon lange nicht mehr. Besonders im Vergleich zum letzten Jahr, als der Frost uns einen Strich durch die Rechnung machte. So wären jetzt schon 6x so viel gelesen worden wie im gesamten letzten Jahr. Und die Saison ist noch nicht vorbei!

Das Team scheint sehr eingeübt zu sein. Baum für Baum wird geschüttelt und abgeerntet, Korb für Korb wird gefüllt und in den Anhänger geschüttet. Auf einige Bäume muss Manfred sogar raufklettern, um an die hohen Äste ranzukommen. «Wir sind so froh, dass ihr da seid!», ruft ihm unsere Baumspenderin von unten zu. Für sie sei es viel zu viel mühsame Arbeit, diese vielen Bäume jeden Herbst zu lesen. Hole sie aber die Äpfel nicht zur richtigen Zeit, fallen sie von selbst und verfaulen im Garten. Vor diesem Aufwand, den Hochstammbäume mit sich bringen, scheuen sich auch viele andere Besitzer. Deshalb wäre meist das Fällen der Bäume die einzige Lösung. Und ein echter Verlust für die märchenhaften Gärten. Zum Glück gibt es aber GARTENGOLD.

Unsere Baumspender sind uns sehr dankbar für unseren Einsatz, weil so die hochwertigen Äpfel nicht unbenutzt in Unmengen zu Boden fallen. Im Gegenteil: Sie werden vermischt zu einem erfrischenden Apfelsaft und ermöglichen Arbeitsplätze für Menschen mit Unterstützungsbedarf.

Gemeinsam mit den Besitzern und ihren Kindern und gespannt beobachtet von ihren Hunden haben wir bald alle Bäume abgeerntet. Der Blick in den Anhänger ist erfreulich: Eine halbe Tonne Äpfel von mindestens vier verschiedenen Sorten leuchtet farbenfroh und verbreitet eine fruchtig süsse Luft. Ich drehe mich nochmal zum idyllischen Garten um, ein herrliches Bild. Wie gut, bietet GARTENGOLD eine Möglichkeit, diese Hochstammbäume zu erhalten. Wer weiss, ob die Fläche auf Kosten des schönen Landschaftsbildes sonst anders genutzt würde.

Nach gut zwei Stunden verabschieden wir uns und machen uns auf den Weg. Die Äpfel werden jetzt zur Mosterei gebracht und zu einem einzigartigen Apfelsaft abgefüllt. Auf diese GARTENGOLD-Flasche darf man sich freuen. «Bis nächst Jahr!», rufen uns die Baumspender winkend zu. Ja, bis nächstes Jahr!

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